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20.03.2017 - 09:47 Uhr

Anrufe von falschen Polizisten im Brakeler Stadtgebiet

Brakel (red). Im Stadtgebiet Brakel haben am vergangenen Freitag zwischen 20 und 20.45 Uhr mindestens zwei Personen Anrufe von falschen Polizisten erhalten. Die beiden Angerufenen (82 Jahre und 65 Jahre alt) verhielten sich richtig und gingen nicht auf das Gespräch ein, beendeten das Telefonat und wählten ihrerseits die 110, um die Polizei zu informieren.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor Anrufen von angeblichen Polizisten. Die Masche ist hierbei oftmals gleich. Zum Teil unter Ausnutzung aktueller Berichterstattungen in den Medien, werden die Opfer in die Irre geführt. So wird dem Angerufenen z. B. erklärt, es gäbe es einen Einsatz gegen eine ausländische Bande, die einen Einbruch bei den Angerufenen plane. Dabei fragen sie geschickt ihre Opfer nach Wertsachen ab - Schmuck, Bargeld und Bankvermögen. Dann versuchen sie die Angerufenen dazu zu bringen, ihr Vermögen von der Bank abzuheben, weil es dort angeblich nicht sicher sei. Anschließend sollen die Wertsachen an die "falschen Polizisten zur Eigentumssicherung oder als Beweismittel" übergeben werden. Die Fantasie der Täter ist grenzenlos.

Bundeskriminalamt, Landeskriminalamt, örtliche Polizeidienststelle, Staatsanwaltschaft, Untersuchungsrichter - die Anrufer schlüpfen in alle Rollen. Besonders perfide: Die Telefonnummer auf der Anzeige des Telefons kann sogar mit der echten Rufnummer einer tatsächlich existierenden Behörde übereinstimmen. Die Täter sind problemlos in der Lage, über entsprechende Computerprogramme, die angezeigte Rufnummer zu manipulieren. So können Sie sich vor falschen Polizisten schützen: Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Notrufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay. Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter/-beamtin aus, lassen Sie sich den Namen nennen und rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde an.

Vergewissern Sie sich, ob es diesen Polizeibeamten/-beamtin gibt und wie er/sie erreichbar ist. Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten. Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Übergeben Sie unbekannten Personen NIEMALS Geld oder Wertsachen. Auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten. Falls Sie unter der Rufnummer 110 mit einer Vorwahlnummer angerufen werden, legen Sie auf und wählen Sie selbst die 110. Schildern Sie den Sachverhalt der Polizei. Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige. Weitere Vorbeugungstipps finden sie im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Foto: Symbolfoto

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