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Dienstag, 26. September 2017 13:58 Uhr

Jusos wollen keine „Große Koalition“

Kreis Höxter (red). Die Ergebnisse der Wahlen stehen fest. Anstatt fünf sind diesmal sieben Parteien im Bundestag vertreten. Die Jusos begrüßen die Entscheidung der Parteiführung in die Opposition zu gehen um sich neu aufzustellen. „Die Große Koalition hat im Endeffekt nur die SPD geschwächt“, sagt Juso-Kreisvorsitzender Marcel Franzmann. „Sozialdemokratische Errungenschaften der Legislaturperiode, wie beispielsweise der Mindestlohn, die Verbesserung der Rente oder die Ehe für Alle wurden von der CDU nur missmutig getragen.“

Die Jusos sagen, dass die SPD lieber eine starke Opposition bilden solle, anstatt sich blind der Union anzuschließen. Die SPD habe starke Themen, die gerade auch für die Zukunft der Jugend bedeutend sind. Investitionen in das Bildungssystem, die Digitalisierung oder das weitere Vorantreiben der Gleichberechtigung von Frauen und Männern sind nur einige Beispiele. "In Deutschland muss es wieder gerechter zugehen. Dass es Deutschland, wie es die CDU sagt, gut geht, reicht nicht. Es müsse der Bevölkerung selbst gut gehen", so die stellvertretende Kreisvorsitzende Julia Nitzbon. Sie fordert von der Mutterpartei sich wieder stärker und kämpferischer zu zeigen und sich klar von der Union abzugrenzen. „Diesen Kampfgeist wiederzuerlangen sollte das Ziel der nächsten Jahre sein um wieder mehrheitsfähig zu werden“, so Nitzbon weiter.

Gerade die starken Ergebnisse der AfD erschrecken die Jungsozialisten. „Mit der AfD sitzt nun eine rechtspopulistische und in Teilen rechtsextreme Partei im Bundestag. Es macht mir tatsächlich Angst, wie viele Menschen auf die inhaltslosen und populistischen Parolen dieser Partei hereingefallen sind", sagt Liborius Schmidt, ebenfalls stellvertretender Kreisvorsitzender der Jusos und ergänzt, dass Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung sicherlich keine Alternativen für Deutschland seien. 

Dass die Wahlergebnisse für die SPD enttäuschend ausgefallen sind, sei ein eindeutiges Zeichen des Wählers. “Wir haben viele enttäuscht. Es gilt jetzt die zukunftsweisenden und sozialen Inhalte wieder nach vorne zu bringen und damit das sozialdemokratische Profil zu schärfen um altes Vertrauen zurückzugewinnen und neues zu erlangen. Gleichzeitig müssen wir den Kampf gegen Rechts noch stärker fortführen als bisher und hier in guter SPD-Tradition eine klare Haltung einnehmen“, so die Jusos abschließend.

Foto: red

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