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Donnerstag, 07. Dezember 2017 03:33 Uhr

Wenn die Hormonzentrale nicht mehr funktioniert: Über Schilddrüsen-Erkrankungen und deren Behandlung

Höxter (red). ,,Die Schilddrüse ist die Hormonzentrale des Körpers. Sie reguliert den Energieverbrauch, die Wärmeproduktion und ist mitverantwortlich für die Darmtätigkeit. Die in der Schilddrüse produzierten Hormone beeinflussen auch die Persönlichkeit und das seelisches Wohlbefinden, Sexualität und Fruchtbarkeit." In einer Patienteninformationsveranstaltung referierte Prof. Joachim Mellert vom Klinikum Weser-Egge über die wichtigen Aufgaben des kleinen schmetterlingsförmigen Organs im Halsbereich und über Behandlungsmöglichkeiten bei Funktionsstörungen.

Fast jeder zweite Bundesbürger über 45 Jahre ist heute an der Schilddrüse erkrankt. Eines der häufigsten Probleme ist eine Vergrößerung, beispielsweise durch Jodmangel. Ist die Schilddrüse bereits so groß gewachsen, dass sie deutlich sichtbar ist, kann sie ein Hindernis für Speiseröhre, Luftröhre oder Blutgefäße werden. In diesem Fall sollte die Schilddrüse operativ verkleinert oder entfernt werden. 

Außerdem werden Schilddrüsenoperationen vor allem zum Ausschluss und zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs durchgeführt. Prof. Joachim Mellert, Chefarzt der Klinik für Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie, operiert seine Patienten am Standort Höxter mit einem Ultraschallskalpell. Durch eine sogenannte Schnellschnittuntersuchung kann noch während der Operation festgestellt werden, ob der Befund gutartig oder bösartig ist. Der Schnellschnitt wird im benachbarten Facharztzentrum durchgeführt, nach ihm richtet sich das weitere operative Vorgehen.

Foto: Weser_Egge

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