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Samstag, 08. September 2018 08:15 Uhr

Die SPD zieht Bilanz zur Fahrt nach Chemnitz

Kreis Höxter (red). Die heimische SPD hatte ebenfalls zu dem Konzert gegen Rechts in Chemnitz eingeladen und zwei Busse hierfür angemietet. „Das war ein großer Erfolg. In Chemnitz haben wir mit dazu beitragen können, dass für alle sichtbar wurde, wo die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht. Nicht die randalierenden und pöbelnden Rechtsextremisten, sondern die Menschen mit Herz überwiegen. Es war anstrengend und mit der langen Anreise wirklich eine Herausforderung für alle Beteiligten, aber es war wichtig und schön“, fasst der Kreisvorsitzende der Sozialdemokraten, Christoph Dolle, seine Eindrücke zusammen. Nach seinen Worten war der Andrang so groß, dass die Plätze in den Bussen nicht ausreichten. Daher seien auch noch einige private PKWs nach Chemnitz gefahren, sodass mehr als 100 Personen aus dem Kreis dort vor Ort gewesen seien.

Der Vorsitzende der Jungsozialisten im Kreis, Marcel Franzmann, freut sich besonders über die große Resonanz bei den jungen Menschen. „Dies lag bestimmt auch an den bekannten Musikgruppen wie den Toten Hosen aber auch an dem eigentlichen Motiv, mehr für Toleranz und Demokratie einzustehen. Ich habe mit vielen jungen Frauen und Männern während der Fahrt sprechen können. Einige von ihnen wollen sich auch in Zukunft im Kreis Höxter stärker engagieren. Das ist sehr ermutigend“, erklärt Franzmann in einer Pressemitteilung. 

Beeindruckt waren die Höxteraner Teilnehmer von der friedlichen Atmosphäre und der überragenden Beteiligung vieler Menschen, denen es wichtig war, ein Zeichen zu setzen. Knapp 70.000 Menschen hatten im Rahmen des Konzerts in Chemnitz friedlich für Menschlichkeit, Solidarität und gegen Fremdenhass und rechte Hetze demonstriert.

Dolle und Franzmann ärgern sich über die geäußerte Kritik am Bundespräsidenten Steinmeier, der für seinen Aufruf zur Teilnahme von CDU und Junger Union scharf angegangen worden war. „Wir freuen uns sehr, dass unser Bundespräsident so eindeutig Position bezieht und damit den Menschen Mut macht, die sich dem tumben Mob entgegenstellen. Dass die CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer mit Verweis auf die Punkband Feine Sahne Fischfilet den Bundespräsidenten kritisiert und ihm die Unterstützung linksradikaler Gruppen vorhält, ist geradezu heuchlerisch und unverschämt, da sie selbst noch als saarländische Ministerpräsidentin das damalige Rocko del Schlacko-Festival mit eben dieser Band Feine Sahne Fischfilet in ihrem Twitter-Account mit dem Kommentar „einfach nur wow!“ bewarb und zur Teilnahme aufforderte. Schon seit mehreren Jahren wird diese Band übrigens nicht mal mehr im Verfassungsschutzbericht erwähnt. Statt hier plump parteipolitisch Stimmung zu machen, sollte die CDU die wahren Probleme anpacken und sich klar gegen die Feinde der Demokratie aufstellen! Solche Politiker brauchen wir und nicht Ministerpräsidenten, die die Problematik des Rechtsextremismus relativieren oder klein reden wollen “, erklären beide in der Pressemitteilung. 

Foto: SPD

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