Donnerstag, 23. Mai 2019 08:50 Uhr

LEADER bewegt Deutschland und Europa: 321 ländliche Regionen in Deutschland und viele weitere in ganz Europa erhalten Fördermittel der Europäischen Union für innovative regionale Projekte und bewegen damit viel vor Ort

Kreis Höxtzer (red). LEADER steht für "Liaison Entre Actions de Dévelopement de l'Économie Rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein methodischer Ansatz im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung der ländlichen Räume. Ziel von LEADER ist es, innovative Ideen zu entwickeln, damit ländliche Regionen sich zukunftsfähig entwickeln. Dazu haben sich in den Regionen Lokale Aktionsgruppen gegründet, die sich aus Sozial- und Wirtschaftspartnern, aber auch aus Partnern der Verwaltung zusammensetzen. Gemeinsam entscheiden sie über die Verwendung eines LEADER-Budgets, für das sie sich zuvor beworben haben. Das bereit gestellte LEADER-Budget reicht dabei - je nach Bundesland und LEADER-Region - von 1,5 bis über 20 Millionen Euro. Mit diesem Geld können die Ideen der Akteure vor Ort umgesetzt werden. Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, müssen alle Regionen vorher ein Entwicklungskonzept verfassen. Dieses Konzept wird in der Regel mit Beteiligung der Einwohner in einem guten Jahr geschrieben. Das Konzept enthält eine Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, außerdem meist ein Leitbild oder eine Vision sowie Ziele und Maßnahmen. Es wird auch dargelegt, wie und zu welchen Bedingungen gefördert wird.

Unserer LEADER-Region Kulturland Kreis Höxter stehen von der EU bis 2020 Projektgelder in Höhe von 2,4 Mio. Euro zur Verfügung. Damit hat sie schon 25 Projekte in Angriff genommen, weitere stehen auf der Agenda der nächsten Gremiensitzungen der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) im Juni. Zu den laufenden Projekten zählen beispielsweise der Coworking-Space in Godelheim, bei dem aus Räumen der alten Schule ein gemeinschaftlicher Arbeitsbereich gestaltet wird und das Projekt der Gemeinwohl-Ökonomie, um Unternehmen, Kommunen und Bildungsreinrichtungen gemeinwohlorientiert zu zertifizieren. Aber auch der ehemalige Löschteich in Manrode und der Bleichplatz in Dalhausen werden dank der EU-Förderung zu Begegnungstreffs für Bürger und Radfahrer umgestaltet. Pflegelotsen und Obstwiesenberater werden ausgebildet und das ein oder andere Konzept entwickelt wie beispielsweise für die Landgenuss-Radrouten und für den Komplex Hardehausen. Großvolumige Projekte wie das Bildungshaus Modexen und der Ludowinengarten in Bökendorf profitierten ebenso von den LEADER-Geldern.

Gefördert werden in Nordrhein-Westfalen pro Region zusätzlich 1,5 Stellen für regionale Ansprechpartnerinnen (Regionalmanagerinnen), die die Projektideen der Einwohner aufnehmen und diese intensiv bis zur Antragsstellung durch den LEADER-Prozess begleiten. Einzelne Projekte werden vom Regionalmanagement zudem direkt vor Ort mit Akteuren entwickelt. Sofern möglich, werden Projekte und Menschen miteinander vernetzt, auch über LEADERRegionen hinweg wie es durch den geplanten Wanderweg im Diemeltal geschieht. Vielleicht haben Sie keine Idee, was Europa alles für uns tut, aber Europa ist Alltag. Es sind nicht nur die freien Grenzen und die gemeinsame Währung, es sind gemeinsame Wertevorstellungen, die hier erarbeitet werden. Jede Region hat die Möglichkeit sich durch selbstbestimmte Entwicklungsschwerpunkte und eigene Ideen zu profilieren und positiv zu entwickeln - für ein nachhaltiges und demokratisches freies gemeinsames Europa, das sich auch in Zukunft für unsere Region und die Menschen, die darin leben, engagiert.

Vielleicht interessieren auch Sie sich für LEADER? Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der www.leaderin-hx.eu

Foto: LEADER

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