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Donnerstag, 12. Juli 2018 07:22 Uhr

Erste Auszubildende - auch aus dem Kreis Höxter - absolvieren erfolgreich die Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse

Höxter (red). „Die letzten 15 Monate und die abschließenden Prüfungen waren herausfordernd, aber haben sich für mich jetzt schon gelohnt. Aufgrund meiner Teilnahme an der Zusatzquali-fikation Digitale Fertigungsprozesse arbeite ich nun als einer von drei Assistenten in einem Projekt mit, das die Umsetzung einer entsprechenden Unternehmensstrategie zum Ziel hat. Darin übernehme ich sogar eine Art leitende Position für neun Arbeits-gruppen“, berichtet Lars Wittek von Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG in Brakel mit Stolz. Er ist einer der Teilnehmenden aus dem ersten deutschlandweiten Durchgang der Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse.

In enger Kooperation mit verschiedenen Akteuren der Region hat die Nachwuchsstif-tung Maschinenbau diese Zusatzqualifikation entwickelt. Dabei soll es nicht nur um einen bestmöglichen theoretischen Input gehen. Ganz bewusst und konsequent werden regionale Unternehmen eingebunden, die den Auszubildenden anhand von Good Pratices vermitteln, wie Elemente von Industrie 4.0 konkret umgesetzt werden.

Damit reagiert die Nachwuchsstiftung Maschinenbau schon sehr frühzeitig auf die Veränderungen im Maschinen- und Anlagenbau hinsichtlich Industrie 4.0 und den damit verbundenen Chancen in der Gestaltung einer zukunftsorientierten Ausbildung. Auszubildende werden schon während ihrer Ausbildung auf einen voll digitalisierten und vernetzten Arbeitsplatz vorbereitet und erarbeiten sich damit einzigartiges Fachwissen für die zukünftigen Veränderungen im Sinne der Industrie 4.0. 

In sieben Modulen wurden folgende Themen sehr praxisorientiert vermittelt:

  • IT Security
  • Smart Maintenance
  • Automatisierung in komplexen Produktionsumgebungen
  • CAx-gestützte Fertigung
  • Autonome und flexible Fertigungsprozesse
  • Additive Produktion
  • Arbeit 4.0: Organisation von Arbeitsprozessen

Neben den klassischen Präsenzveranstaltungen wurden bewusst für die Zielgruppe ganz neue und innovative Lehr- und Lernformen angewendet, z. B. durch starke Einbindung von digitalen Medien, kollaborativen Tools, orts- und zeitungebundenen Projektarbeiten und Webinaren. 

Seit Dezember 2016 nahmen 33 ambitionierte Auszubildende aus überwiegend klein- und mittelständischen Unternehmen am Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh und am Berufskolleg Kreis Höxter an der 200-stündigen Zusatzqualifikation, die vollständig additiv zur regulären Ausbildungszeit in Schule und Betrieb stattfindet, teil. Beide Standorte haben sich mit Begleitung und Unterstützung der Nachwuchsstiftung Maschinenbau für die Umsetzung des Projekts technologisch weiterentwickelt. Aber auch die fachliche Weiterentwicklung der Lehrkräfte, die im Projekt als Dozenten und Experten tätig sind, war zu Projektbeginn ein wichtiger Baustein und kommt den Schulen und Auszubildenden direkt zugute.

Ein wichtiger Meilenstein zum Projekterfolg war zur Halbzeit des Projekts für die Nachwuchsstiftung Maschinenbau erreicht – die Zusatzqualifikation „Digitale Fertigungsprozesse“ wurde Anfang 2018 zunächst vom Berufsbildungsausschuss der IHK Nord Westfalen in Münster und kurz darauf auch vom Berufsbildungsausschuss der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld verabschiedet.

Mehr als ein Jahr akribischer und intensiver Arbeit an der Rechtsvorschrift sowie die dazugehörende Überzeugungsarbeit durch die Nachwuchsstiftung Maschinenbau zahlen sich damit aus – insbesondere auch für die teilnehmenden Auszubildenden.

Denn 25 Auszubildende haben im April die schriftliche und im Mai und Juni die mündliche IHK-Prüfungen erfolgreich bestanden.

Sie erhalten im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 09.07.2018 in der Nachwuchs-stiftung Maschinenbau sowohl das IHK-Zeugnis Zusatzqualifikation „Digitale Fertigungsprozesse" sowie das entsprechende Zeugnis mit den Modulergebnissen der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Die hohe Qualität der Zusatzqualifikation und das besondere Engagement der Teilnehmenden werden damit angemessen und nachweisbar dokumentiert und empfiehlt sie nachweislich für entsprechende Positionen in den Unternehmen.

Der zweite Durchgang mit 38 Teilnehmenden ist im März 2018 gestartet und profitiert bereits direkt von der Evaluation und den Erfahrungen aus dem ersten Durchgang. Für Peter Bole, Leiter der Nachwuchsstiftung Maschinenbau, ist eine nachhaltige Nach-wuchsentwicklung der Schlüssel für den Unternehmenserfolg: „Aufgrund der hohen Nachfrage der Unternehmen nach einer Zusatzqualifikation arbeiten wir aktuell an einer deutlichen Ausweitung dieses Angebots.“

Die von der Nachwuchsstiftung Maschinenbau entwickelte Zusatzqualifikation findet damit ihre hohe Anerkennung von Kammern, Wirtschaft und Verbänden und hat eine Strahlkraft in weitere Regionen.

Foto: Nachwuchsstiftung Maschinenbau gGmbH 

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