Westfalen (red). Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Weltweit leisten Frauen einen unverzichtbaren Beitrag zur Ernährungssicherung, zum Schutz natürlicher Ressourcen und zur Entwicklung ländlicher Räume. Ihre Arbeit bleibt jedoch häufig unsichtbar, obwohl sie entscheidend für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe ist.
Eine Studie des Thünen-Instituts aus dem Jahr 2023, in der über 7.000 Frauen befragt wurden, verdeutlicht die strukturellen Herausforderungen: Frauen tragen maßgeblich zum Erfolg landwirtschaftlicher Betriebe bei, sind jedoch vielfach nicht als Betriebsinhaberinnen registriert, rechtlich nicht beteiligt und sozial schlechter abgesichert. In Deutschland werden lediglich 11 % der landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt – ein deutliches Zeichen für bestehende Ungleichheiten.
Das Aktionsjahr 2026 verfolgt klare Ziele:
- Die Sichtbarkeit von Frauen in der Landwirtschaft erhöhen
- Gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen und Entscheidungsstrukturen fördern
- Netzwerke und Weiterbildungsmöglichkeiten stärken
- Altersarmut und strukturelle Benachteiligungen abbauen
Der Westfälisch-Lippische LandFrauenverband (wllv) beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen aktiv an dem Jahr der Frauen in der Landwirtschaft. U. a. findet eine Social-Media-Challenge statt, Postkarten werden verteilt und Podcastfolgen veröffentlicht. Auch in den Kreisverbänden wird das Thema mit Veranstaltungen und Aktionen aufgegriffen.
Am 10. Februar 2026, findet auf Haus Düsse das alljährliche Bäuerinnenforum statt. In diesem Jahr steht die Veranstaltung ganz im Zeichen des Internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft.
Mit diesen Maßnahmen möchte der wllv dazu beitragen, die Leistungen von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen und ihre Position nachhaltig zu stärken.