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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Samstag, 06. März 2021 12:34 Uhr
Der Inzidenzwert im Kreis Höxter liegt aktuell bei 39,928
Freitag, 05. März 2021 15:37 Uhr

Nordrhein-Westfalen (red). Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine neue Corona-Schutzverordnung erlassen. Diese tritt ab kommenden Montag, 8. März, auch im Kreis Höxter in Kraft. Unter anderem sehen die Beschlüsse eine schrittweise Öffnung vieler Bereiche des öffentlichen Lebens vor, wenn die Inzidenz in NRW dauerhaft niedrig bleibt. „Die Öffnungsperspektiven für den Einzelhandel und andere Branchen, die an die unterschiedlichen Inzidenzwerte geknüpft sind, begrüße ich sehr“, sagt Landrat Michael Stickeln. „Wir werden mit dem Virus leben müssen und mittelfristig wird es unseren Alltag weiter bestimmen. Deshalb ist es jetzt wichtig, sich Gedanken über den Weg aus dem harten Lockdown zu machen. Schließlich geht es bei vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen um die Existenz.“ 

Landrat Stickeln betont dabei die Wichtigkeit, bei der Eindämmung des Virus weiterhin konsequent alle nicht notwendigen Kontakte zu beschränken. „Wir alle haben es selbst in der Hand. Die Pandemie verlangt von uns allen einmal mehr Solidarität – und zwar mit unseren Geschäftsleuten, Gastronomen, Hoteliers und Selbstständigen. Wenn es uns gelingt, die Inzidenz dauerhaft niedrig zu halten, dann ist das für unsere heimische Wirtschaft ein Lichtblick. Wir alle sind gefordert, daran mitzuwirken.“ 

Schnelltests 
Zudem haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder beschlossen, dass die nationale Teststrategie um Maßnahmen ergänzt wird, die bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden sollen. Unter anderem sollen allen asymptomatischen Bürgerinnen und Bürgern wird mindestens einmal pro Woche ein kostenloser Schnelltest einschließlich einer Bescheinigung über das Testergebnis ermöglicht werden. „Eine entsprechende Weisung des NRW-Gesundheitsministeriums in Bezug auf die konkrete Umsetzung dieser Maßnahmen steht derzeit noch aus. Wir überprüfen derzeit bereits mehrere Optionen, um die Umsetzung von Test-Angeboten zeitnah zu ermöglichen“, sagt Matthias Kämpfer, Leiter des Krisenstabes des Kreises Höxter.

Impfangebote für bestimmte Berufsgruppen 
Das Land NRW hat am vergangenen Montag den Impfplan für Priorisierungsgruppe 2 vorgestellt. Demnach wird es ab der kommenden Woche Impfangebote für diese Kategorie geben. Ab dem 8. März sollen folgende Gruppen ein Impfangebot erhalten: Kitabetreuerinnen und -betreuer, Kindertagespflegepersonen Lehrerinnen und -lehrer an Grund-, Förder- und Sonderschulen Polizisten mit direktem Kontakt zu Bürgern 

Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen „Die Terminkoordination läuft bereits und findet gemeinsam mit den jeweiligen Einrichtungsleitungen oder Arbeitgebern statt“, erläutert Matthias Potthoff, Leiter des Impfzentrums des Kreises Höxter. „Die Impfungen erfolgen je nach Personenkreis entweder im Impfzentren oder vor Ort in den Einrichtungen. Auch das klären wir individuell mit den Leitungen.“ Auch die Lehrkräfte und Beschäftigten an Grundschulen und Förderschulen werden in den nächsten Tagen geimpft. Hierzu werden dem Impfzentrum Brakel in der kommenden Woche rund 1.000 zusätzliche Impfdosen geliefert. „Unser gemeinsames Ziel ist, für die Lehrerinnen und Lehrer so schnell und unbürokratisch wie möglich einen Impftermin zu realisieren, damit sie geschützt werden und der Schulbetrieb weiterhin sichergestellt werden kann. Aufgrund der derzeitigen Auslastung des Impfzentrums müssen diese Impfungen jedoch vormittags stattfinden, da nachmittags bereits die Termine für die Menschen aus der Priorisierungsgruppe 1 vergeben waren. Wir gehen davon aus, dass die Zweitimpfung der Lehrkräfte in zwölf Wochen dann nachmittags stattfinden kann“, erklärt der Schulrat für Grundschulen im Kreis Höxter und Sprecher der Schulräte für den Kreis Höxter, Hubert Gockeln. „Wir haben das zu impfende Personal der Schulen so auf verschiedene Tage aufgeteilt, dass in jedem Fall die Notbetreuung gesichert werden kann. Allerdings muss vorübergehend der Distanzunterricht um ein bis zwei Tage pro Klasse ausgeweitet werden. Die Eltern werden von den Schulen hierüber informiert.“ 

Menschen mit Vorerkrankungen 
Laut der Corona-Impfverordnung des Bundes besteht bei folgenden Menschen ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2:
- Personen mit Trisomie 21,
- Personen nach Organtransplantation,
- Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
- Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt,
- Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
- Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%), - Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
- Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
- Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40).

Diesen Personen wird voraussichtlich Ende März ein Impfangebot gemacht. „Das NRW- Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass diese Menschen keinen Antrag auf eine Schutzimpfung stellen müssen. Wie die Terminvergabe realisiert wird, soll noch angekündigt werden“, sagt Krisenstabsleiter Matthias Kämpfer. 

Antrag auf Einzelfallentscheidung bei anderen Erkrankungen möglich 
Menschen mit Vorerkrankungen, die sich in dieser Liste nicht wiederfinden, können einen Antrag auf eine vorzeitige Coronaschutzimpfung beim Kreis Höxter stellen. Darüber wird dann im Einzelfall entschieden. Hierfür kommen allerdings nur Personen infrage, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund der Seltenheit der Erkrankung oder der besonderen Schwere keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum möglichen Verlauf einer Corona-Infektion vorliegen, aber von einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf auszugehen ist. Dies kann beispielsweise für Menschen gelten, die aufgrund einer unmittelbar anstehenden Chemotherapie ihre Impfberechtigung prüfen lassen wollen. Betroffene benötigen zunächst ein qualifiziertes Zeugnis ihrer behandelnden Ärzte. Es darf nicht vor dem 8. Februar 2021 ausgestellt worden sein. Danach ist ein schriftlicher Antrag – inklusive des Zeugnisses – auf Einzelfallentscheidung beim Kreis Höxter, Abteilung Soziales, Pflege und Schwerbehinderung, zu stellen.

Freitag, 05. März 2021 15:34 Uhr

Kreis Höxter (red). Rund 50 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr haben bei der Pandemiebewältigung im Kreis Höxter geholfen. Jetzt konnte diese Zahl auf 30 Kräfte reduziert werden. Landrat Michael Stickeln empfing den stellvertretenden Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt, der den Soldatinnen und Soldaten im Kreis einen Besuch abstattete. „In solchen Krisenzeiten ist es unsere Aufgabe, die Bevölkerung gezielt zu unterstützen. Wir sind froh, wenn wir zur Verbesserung dieser außergewöhnlichen Situation beitragen können“, so der Generalleutnant. „In dieser Krise zeigt sich einmal mehr: Die Bundeswehr ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ihre Hilfe in dieser schweren Zeit ist für uns enorm wichtig. Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz zum Wohl ihrer Mitmenschen“, dankte Landrat Michael Stickeln. „Sie leisten damit einen sehr wichtigen Dienst an unserer Gesellschaft.“ 

Seit November 2020 unterstützen 10 Soldatinnen und Soldaten das Gesundheitsamt des Kreises Höxter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Vier weitere Kräfte übernehmen jetzt noch organisatorische Aufgaben im Impfzentrum in Brakel. Darüber hinaus haben zu Beginn über 20 Soldatinnen und Soldaten mit helfenden Händen das Pflegepersonal in Senioreneinrichtungen kreisweit entlastet. Zusätzlich unterstützten 14 Bundeswehrangehörige bei der routinemäßigen Durchführung von Schnelltests in einigen Pflegeeinrichtungen. Aktuell sind für diese Aufgabe 16 Kräfte der Bundeswehr im Einsatz. Alle im Kreis Höxter eingesetzten Soldatinnen und Soldaten gehören dem ABC-Abwehrbataillons 7 am Standort Höxter an. 

„Wir haben viele positive Rückmeldungen zu ihren Einsätzen erhalten. Die Soldatinnen und Soldaten sind sehr engagiert und freuen sich, dass sie in dieser Ausnahmesituation helfen können“, sagt der Leiter des Kreisverbindungskommandos Höxter, Oberstleutnant Jens Markus. Das Kreisverbindungskommando übernimmt im Krisenstab die beratende und unterstützende Funktion zu allen militärisch unterstützenden Hilfeleistungen.

Foto: Kreis Höxter

Freitag, 05. März 2021 15:32 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 3.931 (+11) laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst. Davon gelten 3.667 (+6) Personen als genesen und 137 (+5) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person aus dem Kreis Höxter, die positiv getestet war, ist verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 127 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben. Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter laut Robert-Koch-Institut 48, 485 (Stand: 0 Uhr).

  • Bad Driburg 64 (+3) 
  • Beverungen 5 (-1)
  • Borgentreich 2 (0) 
  • Brakel 26 (+3) 
  • Höxter 15 (+2) 
  • Marienmünster 1 (0) 
  • Nieheim 3 (0) 
  • Steinheim 3 (0) 
  • Warburg 10 (0) 
  • Willebadessen 8 (-1)
Donnerstag, 04. März 2021 15:08 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 3.920 (+17) laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst. Davon gelten 3.661 (+4) Personen als genesen und 132 (+12) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person aus dem Kreis Höxter, die positiv getestet war, ist verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 127 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben. Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter laut Robert-Koch-Institut am 28. Februar 50, 624 (Stand: 0 Uhr).

  • Bad Driburg 61 (9) 
  • Beverungen 6 (0)
  • Borgentreich 2 (-1) 
  • Brakel 23 (0) 
  • Höxter 13 (+2) 
  • Marienmünster 1 (0) 
  • Nieheim 3 (0) 
  • Steinheim 3 (+1) 
  • Warburg 11 (+1) 
  • Willebadessen 9 (0)
Region Aktiv
Sonntag, 07. März 2021 21:09 Uhr
500 Demonstranten machen ihrem Ärger Luft: Kreise Höxter und Holzminden von Transporten besonders betroffen
Sonntag, 07. März 2021 12:48 Uhr

Kreis Höxter/Holzminden (TKu). 110. internationaler Weltfrauentag am 8. März 2021: Das ist ein Tag, an dem auf Gleichberechtigung und Frauenrechte aufmerksam gemacht werden soll. Das Frauennetzwerk Höxter und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Höxter, Claudia Pelz-Weskamp, starten in dem Zusammenhang jedes Jahr die Frauenaktionswochen, so auch in diesem Jahr. Die 24. Frauenaktionswochen müssen aufgrund der Corona bedingten Pandemielage jedoch erstmals anders stattfinden, als es bislang der Fall war. Öffentliche Veranstaltungen wird es diesmal nicht geben. Um auf das Thema Gleichberechtigung und Frauenrechte aufmerksam zu machen, geht das Frauennetzwerk in den kommenden sechs Wochen andere Wege. In Zusammenarbeit mit der Grafikdesignerin Barbara Fien, die ebenfalls dem Frauennetzwerk angehört, hat das Netzwerk sechs Plakate entworfen, die zum Nachdenken anregen und in den kommenden Wochen auch von unserer Onlinezeitung näher vorgestellt werden sollen. Diese Plakate werden ab Montagvormittag zum internationalen Frauentag in den sechs Schaukästen an den Ortseingängen der Stadt Höxter zu sehen sein. Sie sollen etwa alle sechs Tage einen Schaukasten weitergereicht werden, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Pelz-Weskamp, sodass alle sechs Plakate an allen sechs Ortseingängen zu sehen sein werden. 

In unserer Onlinezeitung werden wir diese Plakate in den kommenden Wochen, begleitend zu den Frauenaktionswochen, ebenfalls näher vorstellen. „Diese betreffen alle Frauen weltweit“, betont die Gleichstellungsbeauftragte. Die Plakate sollen zum Um- und Nachdenken anregen, mal humorvoll, mal provokativ. Ihre Botschaften würden nahezu eine punktgenaue Landung hinlegen, meint Bürgermeister Daniel Hartmann bei der Vorstellung der Plakate in der Volkshochschule in Höxter. Graphisch seien sie so gestaltet, dass sie zum Hinschauen verführten. Da das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und agierende Frauennetzwerk aus zahlreichen motivierten und engagierten Personen bestehe, die sich nicht so leicht ausbremsen ließen, haben sie sich eine Möglichkeit erdacht, um auch ohne Präsenz-Veranstaltungen auf die Ungleichbehandlungen zwischen Männern und Frauen hinzuweisen – und dies unübersehbar und deutlich, so Bürgermeister Hartmann weiter. Die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Pelz-Weskamp sieht noch immer viele Lücken im System. Lebenswege und Berufsplanungen von Frauen seien meist immer noch von Geschlechterrollenklischees geprägt. Nur wenige Mädchen würden ein Studium oder eine Ausbildung im so genannten MINT-Bereich wählen, obwohl es im MINT-Bereich (Abkürzung für: Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik ) gute Verdienstmöglichkeiten gäbe und obwohl dort ein Fachkräftemangel herrsche und gute Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden seien, so Pelz-Weskamp. Frauen würden zudem ungleicher bezahlt. „Dem Beruf ist dein Geschlecht egal. Mach das, woran dein Herz hängt“: Mit diesem Satz appelliert das Frauennetzwerk an alle jungen Frauen und Mädchen, sich finanziell unabhängige Berufe auszuwählen, getreu dem Motto des ersten von uns vorgestellten Plakates: „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“. 

Plakat: „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“ 

Es ist das erste Plakat im Rahmen der Frauenaktionswochen, das die Gleichstellungsbeauftragte während der Pressekonferenz vorgestellt hat: Mit diesem ersten Poster möchte das Frauennetzwerk auf zwei Fallen aufmerksam machen. Die erste Falle: Finanzielle Abhängigkeit durch ungünstig gewählte Erwerbstätigkeit. Zahlreiche Frauen seien heute immer noch der Ansicht, dass es sich in der Ehe für sie „nicht lohnt“ arbeiten zu gehen bzw. sozialversicherungspflichtig arbeiten zu gehen oder einen Teilzeitjob aufzustocken. Gründe dafür seien falsche Anreize des Staates wie z. B. das Ehegattensplitting oder die Minijobs. Als zweite Falle nannte Pelz-Weskamp "DIE Interessenlosigkeit" am „Finanzhaushalt“ der Familie. Frauen wären häufig immer noch der Meinung, dass die Finanz- und Verwaltungsdinge in der Familie der Mann und Partner schon richtig regeln würde. Um Frauen aus dieser Komfortzone, wie sie es sagt, herauszuholen, wurde dieses Poster mit dem provozierenden Spruch „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“ erstellt. 

Ein Problem sei das Ehegattensplitting, das nach Meinung des Frauennetzwerkes vor allem verheirateten Frauen massive Anreize biete, nicht oder nur geringfügig zu arbeiten. Wegen des Splittings bliebe den Frauen oft bei einem recht geringen, eigenen Einkommen nur wenig davon übrig. Das Ehegattensplitting subventioniere nicht Familien, sondern lediglich Eheschließungen. Denn verheiratete Paare ohne Kinder profitierten von diesem Steuersystem, alleinerziehende Mütter oder Väter oder nicht unverheiratete Eltern dagegen nicht. Der Minijob sollte nach Meinung des Frauennetzwerkes beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase, das viel beschworene Sprungbrett in die reguläre Beschäftigung werden, was aber nicht eingetreten sei, so die Gleichstellungsbeauftragte in ihren Ausführungen. Minijobs würden keine Perspektiven bieten und keinen eigenen Anspruch auf eine Arbeitslosenversicherung, weshalb sie zur Altersarmut beitrügen. Als zweite Falle nannte die Gleichstellungsbeauftragte das Interessenlosigkeit am „Finanzhaushalt“ der Familie: Aus ihrer beruflichen Erfahrung als Gleichstellungsbeauftragte wisse sie, dass zahlreiche Frauen im Fall einer Trennung oder Scheidung plötzlich vor einem finanziellen Fiasko stünden. Dies beträfe auch Frauen, deren Ehemann verstorben sei. 

Sie rät daher den Frauen: „Interessieren Sie sich für die finanziellen Themen in der Familie wie z. B. Steuern, Versicherung, Bewirtschaftung der Bankkonten und Kredite, Kaufverträge, Rechtsstreitigkeiten, Erbangelegenheiten, vielleicht sogar Ehevertrag und jegliche Bankgeschäfte und Vollmachten. Bestehen Sie auf Beteiligung und Aufklärung oder – noch besser – klären Sie sich selber auf! Zum Glück finden Frauen heute viele zielgruppenspezifische Informationen zur Geldanlage und Altersvorsorge. Wir Frauen dürfen uns da nicht bequem zurücklehnen und sagen, die Geldsachen macht schon mein Mann. Wir müssen uns selbst darum kümmern und uns für diese Dinge interessieren, sonst kann es durchaus zu üblen Überraschungen kommen“. In ihrem Statement rät Pelz-Weskamp den Frauen, darauf zu achten, eigene und auskömmliche Ansprüche auf finanzielle Leistungen zu erwirken, was nicht immer einfach sei, wenn die Kinder noch klein sind, aber es sei ist möglich. Frauen müssten realisieren, dass sie für sich selbst verantwortlich bleiben müssen – auch wenn sie verheiratet sind oder in einer Partnerschaft leben. Sie beendete ihr Statement zu dem Plakat „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“ mit dem Satz „Denkt mal darüber nach“. In den nächsten Wochen stellen wir von der Onlinezeitung die weiteren fünf Plakate vor mit den Statements des Frauennetzwerkes im Rahmen der diesjährigen Frauenaktionswochen.

Fotos: Thomas Kube 

 

Freitag, 05. März 2021 15:28 Uhr

Bad Driburg (red). Über 28.000 Logopäden in Deutschland helfen Jung und Alt mit Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. „Sprache ist im Leben essentiell. Besonders für diejenigen, die sich beispielsweise nach einem Schlaganfall oder einem Unfall auf einmal nicht mehr artikulieren können“, weiß Hannah Wiemers, Logopädin in der Marcus Klinik in Bad Driburg. „Die logopädische Therapie bietet hier die notwendige Unterstützung, damit die Betroffenen wieder die Worte ‚finden‘, sich mitteilen, normal essen und vor allem die Kommunikation im Alltag meistern können.“ Die Therapie richtet sich dabei stets individuell nach dem Krankheitsbild und den Bedürfnissen des Patienten. Vielen 

Dysphagie-Pass bietet Orientierung über den Ernährungsstatus

Thema des Tags der Logopädie in diesem Jahr: „Telepraxis und neue Ansätze in der Logopädie.“ Mit der Entwicklung eines eigenen Dysphagie-Pass für Patienten mit Schluckstörungen bietet jetzt das Team der Logopäden aus der Marcus Klinik insbesondere den Betroffenen und Angehörigen eine bessere Orientierung beim Diätund Ernährungsstatus. Wie wichtig diese Information im Alltag ist, erklärt Hannah Wiemers an folgendem Beispiel: „Es gibt Schluckstörungen, die sich klinisch nicht erkennen lassen. Dabei nimmt der Erkrankte nicht wahr, wenn Nahrungsmittel oder Flüssigkeiten in die Atemwege gelangen. Bei gesunden Menschen löst dieser Vorgang in der Regel eine Reaktion wie Husten oder Räuspern aus. Bei Erkrankten hingegen ist dies weit gefährlicher und kann leicht zu einer Lungenentzündung führen.“ Mittels einer Endoskopie kann in diesen Fällen beurteilt werden, wie gut – oder eben nicht – verschiedene Konsistenzen „abgeschluckt“ werden können. 

„Für Betroffene ist dies eine wichtige Grundlage, um sich an den DysphagieKostformen zu orientieren“, so Wiemers. Stufe für Stufe würden die Schluckbeschwerden dann durch die logopädische Behandlung und eine entsprechende Kostverordnung verbessert werden. Beginnend bei der sogenannten DYS 2, die aus Brei und pürierten Nahrungsmitteln besteht, über die Übergangskost bis hin zur Vollkost, bei der wieder alles erlaubt ist. Der ernährungsorientierte Dysphagie-Pass dient hier Betroffenen und Angehörigen insbesondere als Orientierung, auf welcher Kostform-Stufe der Patient sich befindet. „Dies gibt eine gewisse Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Nahrungsmitteln“, so Hannah Wiemers. 

Logopädische Therapie über alle Altersgruppen hinweg 

Laut den Krankenversicherungen werden jährlich rund 1,7 Mio. ärztliche Verordnungen und damit über 170 Millionen logopädische Einzelbehandlungen pro Jahr verschrieben. In der Marcus Klinik werden im Jahr rund 1.000 Patienten von dem sieben-köpfigen Team der Logopädie behandelt. „Generell sind es in der Gesellschaft nicht nur Ältere, die Sprachschwierigkeiten haben,“ erklärt Logopädin Wiemers. „Auch immer mehr Kinder kommen in die logopädische Behandlung.“ Hier fällt die Inanspruchnahme von Logopädie bei den 3- bis 6-Jährigen mit 15,0 % am höchsten aus, so eine Studie des RKI Robert-Koch-Instituts, Berlin. 

Hintergrund 

Der Europäische Tag der Logopädie wird jedes Jahr am 6. März begangen. In Deutschland ist er auch im "Jahresplaner Gesundheitstage" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gelistet. Ins Leben gerufen hat ihn der Europäische Dachverband der Nationalen Logopädenverbände, das Comité Permanent de Liaison des Orthophonistes-Logopèdes de l'Union Européenne (CPLOL).

Foto: dbl Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V./Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff

Donnerstag, 04. März 2021 15:16 Uhr

Brakel (red). Vier junge Damen der Vereinigten Volksbank haben Ihre Abschlussprüfung erfolgreich gemeistert und dürfen sich ab jetzt 'Bankkauffrau' nennen. Jana Hüffmeier aus Steinheim, Caroline Sawazki aus Brakel, Patrice Hillebrand aus Nieheim und Janine Gell aus Willebadessen freuen sich über ihre tollen Leistungen. Das Vorstandstrio der Vereinigten Volksbank rund um Vorstandsvorsitzenden Paul Löneke betont: "Wir gratulieren den Damen herzlich und sind stolz, dass auch in diesem Jahr all unsere Auszubildenden die Abschlussprüfung mit Bravour bestanden haben!" 

Alle vier ehemaligen Azubis werden auch weiterhin Teil der Vereinigten Volksbank bleiben. "Die guten Leistungen und die persönliche Entwicklung, sowie der Ausbau der angeeigneten fachlichen Kompetenzen haben uns in unserer Entscheidung bestärkt, allen ein Angestelltenverhältnis anzubieten und freuen uns darüber, dass sich alle vier für unser Unternehmen entschieden haben. Frau Gell unterstützt die Abteilung Rechnungswesen, Frau Hillebrand tritt ihre Stelle im Kreditmanagement an, Frau Hüffmeier verstärkt das Team Zahlungssysteme und Frau Sawazki ist im Kundenservice eingesetzt", erläutert Vorstand Birger Kriwet. 

Ausbildungsleiter Thomas Göke erklärt: "Die Abschlussprüfung zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann ist in zwei Teile untergliedert. Der schriftliche Part streckt sich über zwei Prüfungstage im November und umfasst die in der Ausbildung gelernten Themen aus den Fächern Bankbetriebslehre, Allgemeine Wirtschaftslehre und Rechnungswesen. In der mündlichen Prüfung im Januar wird ein Beratungsgespräch simuliert. Die angehenden Banker werden durch inner- und außerbetriebliche Schulungen und Seminare umfassend auf beide Prüfungsteile vorbereitet. Auch in diesem Jahr hat sich wieder gezeigt, dass sich dieses Vorgehen unseres Ausbildungskonzeptes erfolgreich bewährt hat." 

Unter www.v-vb.de/karriere können sich angehende Abiturienten, Fachabiturienten und Realschulabsolventen direkt online für den Ausbildungsstart 2022 bewerben.

Donnerstag, 04. März 2021 15:11 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter muss Geflügel ab sofort aufgestallt werden. Hintergrund sind Verdachtsfälle der Geflügelpest im benachbarten Kreis Paderborn sowie im Kreis Gütersloh. Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Tierseuche hat das Umweltministerium eine Aufstallung von Hausgeflügel im gesamten Regierungsbezirk Detmold angeordnet. „Dies gilt für landwirtschaftliche Geflügelhaltungen ebenso wie für Hobbyhaltungen“, erklärt der Leiter des Veterinärdienstes des Kreises Höxter, Dr. Jens Tschachtschal. 

Im Kreis Höxter tritt deshalb mit Wirkung vom 4. März 2021 eine Allgemeinverfügung in Kraft, die verbindlich für alle Halter von Geflügel ist. Geflügel, also beispielsweise Hühner, Enten und Gänse, muss ab sofort in geschlossenen Ställen oder einer überdachten Voliere untergebracht werden, sodass jeglicher Kontakt zu Wildvögeln sicher ausgeschlossen werden kann. Der Veterinärdienst des Kreises Höxter rät wegen der Einschleppungsgefahr der Geflügelpest weiter zu erhöhter Vorsicht und Vorsorge. „Der Vogelzug ist in vollem Gange und dürfte auch in den kommenden Wochen weiter zunehmen. Dies begünstigt die Ausbreitung der Geflügelpest“, warnt Dr. Tschachtschal. 

Um ein Überspringen des Erregers auf Hausgeflügel und eine Verschleppung zwischen Hausgeflügelbeständen bereits im Vorfeld zu verhindern, werden alle privaten und gewerblichen Geflügel- und Vogelhaltungen auch in Kleinsthaltungen gebeten, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und unbedingt einzuhalten. „Dazu gehört auch, dass das Geflügel nicht mit Oberflächenwasser versorgt wird, zu dem Wildvögel Zugang haben. Auch Futter und Einstreu sind so zu lagern, dass sie für Wildvögel nicht zugänglich sind“, erläutert der Leiter des Veterinärdienstes.

Blaulicht
Sonntag, 07. März 2021 12:40 Uhr
Bei Verkehrskontrolle zwei Fahrer unter Drogeneinfluss festgestellt
Donnerstag, 04. März 2021 15:04 Uhr

Gehrden (red). Am Mittwochabend gegen 21:30 Uhr mussten Einsatzkräfte der Feuerwehreinheiten aus Gehrden, Siddessen und Brakel einen Kaminbrand Auf der Bache in Gehrden bekämpfen. Schon von Weitem war der Brand zu sehen, weil bereits Flammen aus dem Kamin auf dem Dach schlugen. Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen musste der Schornstein laut Feuerwehr gemeinsam mit dem Bezirksschornsteinfeger mehrmals mit verschiedenen Kehrgeräten gekehrt werden. Im Verlauf des Einsatzes stellten die Einsatzkräfte zudem noch einen Entstehungsbrand in der Zwischendecke zum Dachboden fest. Dieser konnte allerdings schnell unter Kontrolle gebracht werden. Eine Brandausbreitung ist durch das schnelle Eingreifen der Wehrleute verhindert werden. Drei Stunden nach der Alarmierung konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden, weil sie das Feuer unter Kontrolle gebracht haben.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Brakel

Mittwoch, 03. März 2021 16:39 Uhr

Brakel (red). Am Mittwoch, 3. Februar, verletze sich ein Radfahrer aus Brakel bei einem Zusammenstoß mit einem Auto. Der 57-jährige Radfahrer fuhr gegen 11:30 Uhr in Brakel auf der Warburger Straße stadteinwärts auf dem Radweg linksseitig der Fahrbahn. Ein 68-jähriger Renault-Fahrer aus Brakel fuhr auf der Industriestraße und wollte nach rechts auf die Warburger Straße stadtauswärts abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß. Bei dem Aufprall stürzte der Radfahrer, der keinen Helm trug, und verletzte sich am Kopf. Ein Rettungswagen brachte ihn zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus. An dem Renault Megane und dem Fahrrad entstand jeweils ein leichter Sachschaden.

Mittwoch, 03. März 2021 13:06 Uhr

Beverungen (red). Bei einem Unfall auf der L 837 bei Beverungen überschlug sich am Dienstag, 2. Februar, ein Auto. Gegen 9 Uhr fuhr ein 33-Jähriger aus Höxter mit einem Peugeot 206 von Beverungen-Drenke auf der Höxterstraße Richtung Beverungen-Tietelsen. Der Peugeot geriet in einer Rechtskurve ins Schleudern, überschlug sich und kam auf dem Dach liegend linksseitig im Straßengraben zum Stillstand. Der Fahrer konnte das Auto eigenständig verlassen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, welches er nach ambulanter Behandlung verlassen konnte. Die Feuerwehr aus Drenke streute an der Unfallstelle ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Der Landesbetrieb Straßen NRW trug anschließend das im Straßengraben betroffene Erdreich ab. Nach Einschätzung der Polizei entstand an dem Peugeot ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Foto: Polizei Höxter

Mittwoch, 03. März 2021 13:04 Uhr

Stahle (red). Keine Verletzten aber erheblicher Sachschaden war die Ursache für einen Verkehrsunfall in Stahle am Mittwochmorgen gegen 08:45 Uhr. Ein 56-Jähriger aus dem Landkreis Holzminden hatte laut Polizeiangaben einen Sekundenschlaf erlitten. Zudem sei auch eine Alkoholprobe positiv ausgefallen. Mit seinem Audi TT war der 56-jährige Unfallverursacher auf der Heinser Straße (B83) in Richtung Holzminden unterwegs. Durch den erlittenen Sekundenschlaf sei er mitten in der Ortschaft Stahle nach links von seiner Fahrbahn abgekommen und in zwei abgestellte Personenwagen gefahren. Durch den Unfall wurde weder er selbst noch andere Beteiligte verletzt. Neben dem Audi TT erlitten aber ein abgestellter Ford sowie ein Skoda Totalschaden. Nach einer kurzen Vollsperrung der Heinser Straße (B83) konnte die Bundesstraße schnell wieder für den Verkehr geöffnet werden.

Fotos: red

Politik
Freitag, 05. März 2021 15:31 Uhr
Brakel hat auf LED umgestellt
Montag, 08. Februar 2021 11:04 Uhr

Kreis Höxter (r). Gute Nachrichten für junge Menschen und Betriebe im Kreis Höxter: Mit einer Großinvestition in Höhe von 20 Millionen entsteht in Brakel ein innovatives Bildungszentrum für die Fachkräfte von morgen. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart überreichte heute in Düsseldorf gemeinsam mit Regierungspräsidentin Judith Pirscher den Förderbescheid von Bund und Land in Höhe von fast 16 Millionen Euro an Landrat Michael Stickeln und den Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky.

Minister Pinkwart hob die Bedeutung des überregional einzigartigen Kooperationsvorhabens hervor, das gemeinsam vom Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg in Brakel realisiert wird. „Damit zeigt der Kreis Höxter: Der Schlüssel zum Erfolg ist eine hochwertige und moderne Ausbildung für die Fachkräfte von morgen“, so Minister Pinkwart.

Begeistert zeigte sich auch Regierungspräsidentin Judith Pirscher von dem Vorhaben: „Damit bieten die beiden Bildungsträger jungen Menschen hervorragende Bildungs- und Ausbildungschancen und unterstützen die heimischen Betriebe durch eine zeitgemäße Ausbildung ihres Nachwuchses – eine Ausbildung, die Schritt hält mit der rasanten Digitalisierung aller Wirtschaftszweige.“ Sie freue sich, dass die öffentliche Hand dem Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg mit dieser erheblichen Förderung helfe, diese wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrzunehmen. Gefördert wird das gemeinsame Investitionsprojekt aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen beteiligen sich mit einem Zuschuss von 80 Prozent an den Gesamtkosten. Der Kreis Höxter und die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg tragen 20 Prozent des Gesamtbudgets für das Projekt.

„Heute ist ein glücklicher Tag für die Zukunft unseres Kreises Höxter. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist eine Investition in exzellente Ausbildungschancen junger Menschen ein Lichtblick, der nach vorne weist“, sagte Landrat Michael Stickeln. „Mit dem Bildungszentrum schaffen wir einen neuen Leuchtturm am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel. Dies ist für den Kreis Höxter eine der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte, die nur möglich ist dank der großzügigen Förderung und des Zusammenwirkens mit der Kreishandwerkerschaft“, so Stickeln weiter. Dies bestätige, dass der Kreis und die Kreishandwerkerschaft mit ihrer beispielgebenden Lernortkooperation den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Durch die Investition in den Neubau eines innovativen Bildungszentrums direkt am Berufskolleg Kreis Höxter schaffen wir Zukunft“, gab er seiner Freude über die außerordentlich hohe Förderung Ausdruck.

Noch in diesem Jahr soll am Standort des alten Bildungszentrums im Bohlenweg in Brakel der Grundstein gelegt werden. Voraussichtlich bis Ende 2023 soll dort ein Neubau mit einer Nutzfläche von rund 3.400 Quadratmetern mit Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehen.

100 Jahre nach Gründung der Kreishandwerkerschaft gehen das Kreisberufskolleg Höxter und die Kreishandwerkerschaft dafür eine außergewöhnliche Lernortkooperation am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel ein. „Für die Qualifizierung des Nachwuchses in den Handwerksberufen im Kreis Höxter bieten sich durch die Lernortkooperation mit dem Kreisberufskolleg viele Vorteile“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky. Es entstehe ein Lernort mit modernster Ausstattung, der den wachsenden Anforderungen der Betriebe an die Ausbildungsqualität in den Fachbereichen Elektro, Metall, Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk, Holz und Technik Rechnung trage. „Durch einen energieeffizienten und konzeptionell durchdachten Neubau werden Ressourcen geschont und Raum für zukunftsfähige Verzahnungen zwischen Theorie und Praxis geschaffen“, so Studzinsky. Mit der Förderzusage durch das Land bleibe die Region in der handwerklichen Ausbildung für weitere Generationen zukunftsfähig. Die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg setze sich nunmehr seit genau 100 Jahren für die Belange des Handwerks im ländlichen Kreis Höxter ein und ist seit vielen Jahren regionaler Partner für Betriebe, Innungen, Kammern, Berufsverbände sowie für Berufskollegs, allgemeinbildende Schulen und für das Jobcenter sowie der Agentur für Arbeit ein anerkannter Bildungsdienstleister.

„Der Kreis Höxter als Schulträger arbeitet seit vielen Jahren konstruktiv und vertrauensvoll mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg zusammen“, sagte Landrat Michael Stickeln. Durch die gemeinsame Planung und Realisierung des neuen Bildungszentrums werde die bewährte Kooperation weiter gefestigt und um zusätzliche Inhalte ergänzt.

„Ziel des neuen Lernortes ist es, eine bedarfsangepasste und nachhaltige Bildungsinfrastruktur für eine hochwertige Ausbildung in Handwerksberufen und in der Ausbildungsvorbereitung zu schaffen“, begrüßte auch der Leiter des Berufskollegs Kreis Höxter, Michael Urhahne, den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg. Davon profitierten nicht nur die beiden Bildungsträger durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Synergien, sondern vor allem die Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe in der Region. Mit exzellent ausgestatteten Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehe ein innovativer Lernort, der durch die Kooperation des Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises und der Kreishandwerkerschaft optimal genutzt werden könne. „Der Bildungscampus bedeutet eine Riesenchance für die qualitative Aufwertung der beruflichen Bildung in unserer Region“, so Urhahne.

Foto: MWIDE NRW

Mittwoch, 13. Januar 2021 10:41 Uhr

Kreis Höxter (r). Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat am Dienstag (12. Januar 2021) weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten profitieren bereits mehr als 1.500 Sportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen – eine gute Nachricht für den SV Ottbergen-Bruchhausen von 1919/1921 e.V.: Gefördert wird die Modernisierung der Flutlichtanlage in Höhe von 54.999 Euro. 

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“ 

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung.

Wirtschaft
Dienstag, 09. Februar 2021 07:37 Uhr
Schwerkranken in Würde begegnen: Erweiterung und Erneuerung der palliativmedizinischen Abteilung im St. Ansgar Krankenhaus
Montag, 08. Februar 2021 14:30 Uhr

Bad Driburg (red). Wertschätzung und Solidarität –zwei Begriffe, die während der Corona-Pandemie einen neuen Stellenwert erhalten haben. Das zeigen auch die Bad Driburger Naturparkquellen mit einem Gutschein vom Werbering in Bad Driburg, den jeder Mitarbeiter als „Dankeschön“ für seine Arbeit im schwierigen Jahr 2020 erhalten hat.

Das Dankeschön kam mit der letzten Lohnabrechnung: Alle Mitarbeiter der Bad Driburger Naturparkquellen konnten sich über einen Gutschein des Werberings Bad Driburg freuen. „Wir wollten unseren Mitarbeitern für die gute Arbeit in 2020 danken und einen positiven Abschluss in einem doch schwierigen Jahres bescheren“, erklärt Thomas Dörpinghaus, Geschäftsführer der Bad Driburger Naturparkquellen. „Als Geste der Solidarität und Unterstützung des lokalen Einzelhandels haben wir uns für den Werbering Bad Driburg entschieden, der für jeden Geschmack etwas bietet.“

Lokal „handeln“ - lokal unterstützen

„Die lokale Unterstützung steht für uns als regionaler Betrieb an erster Stelle“, so Geschäftsführer Thomas Dörpinghaus. „Schließlich handeln auch wir auf lokaler Ebene.“ Die Bad Driburger Naturparkquellen seien tief in der Region verwurzelt. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten engagieren wir uns in vielen Projekten für die Menschen hier vor Ort.“ Hierzu gehört das aktive Sponsoring von Vereinen, Veranstaltungen oder aber auch Projekten wie dem Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge.

Mit Zuversicht in 2021

Auch für die Bad Driburger Naturparkquellen war 2020 kein einfaches Jahr. Nachdem das Jahr positiv angelaufen war, kam mit Corona eine jähe Zensur. Vor allem die Schließung der Gastronomie- und Hotelleriebetriebe sowie der Wegfall von Veranstaltungen und Events sorgte für Einbußen.

„Nachdem wir erst einen Mangel an Pfandflaschen hatten, weil Getränke ähnlich wie Toilettenpapier gehortet wurden, kamen zwar die Flaschen zurück, aber dafür verlangsamte sich insgesamt der Absatz“, erklärt Dörpinghaus. „Jetzt gibt es die ersten Zeichen, dass wir mit neuen Produktentwicklungen gute Anreize schaffen und sich der Markt auch langsam wieder erholt.“

Foto: UGOS

Dienstag, 05. Januar 2021 10:32 Uhr

Kreis Höxter (red).Lohn-Plus für Reinigungskräfte: Die 780 Beschäftigten, die im Kreis Höxter in der Gebäudereinigung arbeiten, bekommen im neuen Jahr deutlich mehr Geld. Die Lohnuntergrenze in der Branche steigt von derzeit 10,80 Euro auf 11,11 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Stufen klettert der Einstiegsverdienst bis zum Jahr 2023 um insgesamt elf Prozent auf dann zwölf Euro, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhalten die Beschäftigten nun eine faire Anerkennung“, sagt Sabine Katzsche-Döring von der IG BAU Ostwestfalen-Lippe. Der neue Tarifvertrag, den die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern ausgehandelt habe, bedeute für Reinigungskräfte einen „großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor“.

Zugleich profitieren Fachkräfte: Beschäftigte in der OP-Reinigung kommen auf ein Plus von 8,7 Prozent bis zum übernächsten Jahr. Glas- und Fassadenreiniger erhalten insgesamt 7,6 Prozent mehr und verdienen nach der dritten Tariferhöhung 15,20 Euro pro Stunde. Darüber hinaus gibt es für Gewerkschaftsmitglieder einen tariflichen Weihnachtsbonus.

Bezirksvorsitzende Katzsche-Döring rät den Reinigungskräften in der Region, ihre Januar-Lohnabrechnung zu prüfen. „Gerade wer in der untersten Lohngruppe arbeitet, sollte genau hinschauen.“ Weitere Information gibt es bei der IG BAU vor Ort.

Sport
Samstag, 06. März 2021 12:36 Uhr
Kreissportbund Höxter: Gemeinsam um die Welt gegen Rassismus
Dienstag, 12. Januar 2021 09:50 Uhr

Erkeln (red). „Wir freuen uns, dass Kai seine Zusage gegeben hat und in Zukunft das Trikot der SG ErkelnHembsen tragen wird. Er wechselt von der SpVg 20 Brakel in unser Team und wird unsere Offensive durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten sehr verstärken!“, freut sich die SG Erkeln-Hembsen.

Natürlich auch ganz zur Freude von Trainer Christian Multhaupt: „Kai kenne ich schon seit der Jugend, daher ist es normal, dass man sich nie ganz aus den Augen verloren und auch seine Karriere verfolgt hat. Zudem ist er vielen aus der Mannschaft bekannt und passt mit seiner angenehmen, unaufgeregten Art gut in unser Team. Sportlich ist er eine absolute Bereicherung, gehört im Kreis Höxter technisch zu den besten Spielern und wird uns mit seiner Erfahrung gut zu Gesicht stehen. Wir freuen uns auf Kai!“ Da es noch keine finale Einigung mit der SpVg Brakel gibt, wäre Fähnrich aktuell ab dem 01.07.2021 für die SG spielberechtigt.

„Ich freue mich auf die Zeit beim TuS und die neue Truppe, bin aber auch der SpVg dankbar, für die letzten Jahre. Zeitlich ist die Option Landesliga nicht mehr machbar, deswegen bin ich froh über die positiven Gespräche, sowie die Einigung mit Boris und Christian. Ob ich jetzt die Freigabe zur Rückrunde bekommen oder erst zum Sommer ist für mich nicht relevant, sondern der geringere Aufwand steht an erster Stelle“, fügt Kai Fähnrich an.

Foto: SG Erkeln-Hembsen

Sonntag, 10. Januar 2021 12:48 Uhr

Kreis Höxter (red). Noch immer wird unser alltägliches Leben von dem Coronavirus geprägt, das betrifft natürlich auch den Sport. In Zeiten von Lockdowns und Beschränkungen ist für viele nur noch der Individualsport möglich. Viele ergreifen deshalb die Initiative, ihre Joggingschuhe zu entstauben und einfach mal loszulaufen. Für alle Sportbegeisterten, die sich nun mal wieder ein abwechslungsreiches Angebot wünschen, hat der Kreissportbund Höxter e.V. die perfekte Lösung!

Um wieder Freude an der Bewegung zu haben und diese abwechslungsreich zu gestalten, haben Vereine die Möglichkeit, eine Materialkiste mit diversen Sportmaterialien beim KSB Höxter auszuleihen. Neben Seilchen, Ba?llen oder Thera-Ba?ndern und einer 15 Meter langen Slackline sind auch viele neue Sport- und Spielgera?te dabei, wie Spikeball, Ultimatefrisbee, Scoop, Lacrosse oder Flip Toss. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl an Vorschlägen fu?r kontakfreie Spiele fu?r Kinder, passend zur momentanen Situation. Mit dieser Materialkiste möchte der KSB den Vereinen die Möglichkeit bieten, ihre Vereinsmitglieder trotz Wegfall des Bewegungs- und Sportbetriebes in Bewegung zu bringen und zu halten! Eine Menge Spaß und die Entdeckung neuer Sportarten ist garantiert!

Der Tus Ovenhausen ist der erste Verein, der die Spiel- und Sportgeräte Kiste ausgeliehen hat. Petra Huppert-Buch, Geschäftsführerin der Sportjugend im KSB Höxter wünscht
dem 1. Vorsitzenden Stefan Risse und seinen Vereinsmitgliedern viel Freude und Abwechslung.


Nähere Information zu den Ausleihbedingungen bekommt ihr bei Britta Kukuk

Fachkraft für Kinder- und Jugendarbeit

Moltkestr. 12 - 37671 Höxter - Tel: 05271-951842 - Fax:  05271-931812 - E-Mail: b.kukuk@ksb-hoexter.de

Foto: KSB

Panorama
Dienstag, 05. Januar 2021 10:47 Uhr
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V.: Positive Bilanz für die erste Phase der Verteilung von kostenlosen Schutzmasken
Montag, 04. Januar 2021 07:57 Uhr

NRW (red). Schon in den 70er Jahren hat der Pionier des Biologischen Gartenbaues, Heinz Erven aus Remagen, seine Hoch- und Hügelbeete konzipiert und dabei gezeigt, dass man einen 4-Personenhaushalt mit einem Hochbeet in der Größe von 2 m x 12 m fast das ganze Jahr über mit frischem Salat und Gemüse versorgen kann. Willi Hennebrüder von der Lemgoer Ortsgruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz hat ihn damals mehrfach besucht, um die eigenen Kenntnisse zum biologischen Gärtnern zu verbessern.

Inzwischen hat man aus den Erfahrungen gelernt und das Konzept Schritt für Schritt optimiert. Eine wertvolle Neuerung ist dabei ein Folientunnel der es ermöglicht, dass man schon frühzeitig Salat aus dem eigenen Garten ernten kann. Leider werden beim Aufbau eines solchen Beetes, der Aussaat und der Bepflanzung mangels Kenntnis immer noch Fehler gemacht. Aus diesem Grund hat die Lemgoer BUND-Gruppe eine eigene Internetseite erstellt mit Hinweis auf diverse Möglichkeiten der Hochbeetgestaltung und einem Information zum kostenfreien Download sowie Angaben zur Literatur.

Wichtig ist nach Aussagen des BUND Lemgo, dass bei der Bepflanzung die Regeln der Mischkultur beachtet werden. Zudem gilt der Grundsatz: „Ein gesunder Boden ist Voraussetzung für gesunde und widerstandsfähige Pflanzen.“ Der eigene Anbau von Salat und Gemüse ist nach Aussagen des BUND Lemgo auch ein Beitrag zum Klimaschutz, weil er lange Transportwege vermeidet und zudem die eigenen Bioabfälle für die Herstellung von Dünger genutzt werden können. Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des BUND Lemgo https://www.bund-lemgo.de/hochbeet.html

Foto: Hochbeet Huchler 

Montag, 04. Januar 2021 06:27 Uhr

Düsseldorf (red). Die nordrhein-westfälische Polizei wird in diesem Jahr landesweit eine spezielle Finanzanalyse-Software einführen. Minister Reul: „Wir wollen, dass jeder Finanzermittler dieses neue Werkzeug hat und haben deshalb 200 Lizenzen gekauft.“ Dubiose Immobilienfinanzierungen, der Kauf von Fahrzeugen mit Geldern, deren Herkunft nicht klar ist, der Handel von Rauschgift und Waffen im Darknet oder auch der tagtägliche An- und Verkauf auf Online-Handels-Plattformen: die Finanzwelt ist komplex. Das nutzen Kriminelle, um ihre illegalen Gelder zu verstecken und wieder in den legalen Wirtschaftskreis zurückzuführen.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen verstärkt nun ihre Finanzermittlungen und investiert eine halbe Million Euro in Analyse-Software. „Wir gehen hier einen weiteren wichtigen Schritt des Ansatzes ,Follow the Money‘, um Kriminellen das wegzunehmen, was ihnen am meisten am Herzen liegt: ihr ergaunertes Geld“, so Innenminister Herbert Reul. „Mit der Anschaffung von 200 Lizenzen einer in der Finanzwelt etablierten Software geben wir allen Finanzermittlern und Spezialisten für Wirtschaftskriminalität ein neues Werkzeug an die Hand, mit dem sie nun Möglichkeiten haben, die bislang Wirtschaftsprüfern und der Finanzverwaltung vorbehalten waren.“

Beispiele aus der Praxis, bei denen das neue Tool den Ermittlern gute Dienste leisten wird, sind etwa das „Hawala-Banking“, bei dem mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen am legalen Bankensystem vorbei in andere Staaten transferiert wird und zu einem späteren Zeitpunkt auf undurchsichtige Art und Weise seinen Weg wieder zurück nach Deutschland findet.

Auch ein denkbarer Fall: Der Geschäftsführer eines Unternehmens rechnet seine finanziellen Möglichkeiten und die seines Unternehmens künstlich klein und bedient verschiedene Konten mit den Geldern der Firma. Ganz aktuell kann das Programm auch genutzt werden, um Massendaten von Corona-Soforthilfeanträgen digital in Tabellenform lesbar und damit auswertbar zu machen. Hier unterstützt sie die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung von Betrugsfällen.

In der organisatorischen Verknüpfung von Strafrecht, Steuerrecht und Vermögensabschöpfung liegt unter anderem der Schlüssel für die Aufklärung von Straftaten, die sich quer durch das Gesetzbuch ziehen. Für die Erhebung komplexer Finanzströme - ohne dass es sich hierbei immer um schwerwiegende Rechtsbrüche handeln muss - hat die nordrhein-westfälische Polizei nun ein neues Mittel, das besonders geeignet ist, um beispielsweise die Gesamtbetrachtung des Finanzstatus einer Person oder Firma zu vereinfachen. Darüber hinaus intensiviert die Software das kooperative Zusammenwirken mit den Steuerfahndungsbehörden. 

„Es ist die logische Folge aus dem Weg, den wir seit Ende 2019 mit dem Einsetzen der Task Force ,Finanzierungsquellen Organisierte Kriminalität‘ im LKA, beschreiten. Vor allem ist es ein wichtiger Schritt in Richtung weiterer Digitalisierung der nordrhein-westfälischen Polizei“, erklärt der Innenminister.

Montag, 07. Dezember 2020 11:04 Uhr

OWL (red). Für rund 1.850 Erstsemester hat im Wintersemester 2020/21 an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ein aufregender neuer Lebensabschnitt begonnen. Damit ist die Zahl der Erstsemester an der TH OWL gut 14 Prozent höher als im Vorjahr und führt den positiven Trend aus dem Sommersemester fort.

„Wir freuen uns sehr über die gestiegene Zahl an Studierenden an unserer Hochschule“, so Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl. „Wir haben in den vergangenen Monaten mit viel Kreativität unsere digitalen Lehrformate ausgebaut und gleichzeitig dafür gesorgt, dass auch praktische Angebote und die Vernetzung der Studierenden untereinander und mit ihren Lehrenden nicht zu kurz kommen, das hat sich ausgezahlt.“

Für einen entspannten Einstieg ins Studium sorgte in diesem Jahr eine digitale Erstsemesterbegrüßung. In einer Online-Konferenz hat Hochschulpräsident Prof. Jürgen Krahl gemeinsam mit weiteren Vertretern der Hochschule die neuen Studierenden begrüßt und Fragen rund ums Studium beantwortet.

Zu den beliebtesten Bachelor-Studiengängen im Wintersemester 2020/21 gehören an der TH OWL Innenarchitektur mit gut 180 Studienanfängern, Bauingenieurwesen mit gut 140 Studienanfängern und Betriebswirtschaftslehre mit gut 120 Erstsemestern.

Im Bachelor-Studiengang Wirtschaftspsychologie, der in diesem Semester neu an der TH OWL gestartet ist, sind alle 70 Studienplätze belegt. Im Masterstudiengang Applied Entrepreneurship starten in diesem Jahr zum ersten Mal mehr als 40 Studierende ihr Studium an der eigenen Gründungsidee.

Insgesamt studieren aktuell knapp 6.600 Studierende an der TH OWL. Die Hochschule hat schon viele Jahre vor der Corona-Pandemie in das Thema Digitales Lernen investiert. Bereits 2012 hat die Hochschule die Konzepte OPTES und Praxis OWL gestartet und ist dafür vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert worden. Hochschulpräsident Prof. Jürgen Krahl: „Von dem Knowhow aus unseren langjährigen Digital-Projekten haben wir in der Corona-Pandemie enorm profitiert.“

Auch das Wintersemester 2020/21 findet aktuell überwiegend digital statt. André Mersch ist der eLearning-Beauftragte der TH OWL. „Digitales Lernen ist mehr als die Vorlesung vom Hörsaal ins Netz zu verlegen. Die Studierenden können sich mithilfe des bereitgestellten Materials vorbereiten, ihren Lernstand selbst überprüfen und mit ihren Lehrenden und untereinander in Dialog treten.“ Gut 73 Prozent der Studierenden der TH OWL sind laut einer aktuellen Umfrage zufrieden bis sehr zufrieden mit den im Online-Semester ausgewählten Methoden und Lehrformaten.

Hochschulpräsident Prof. Jürgen Krahl: „Bildung ist nicht an Formate gebunden, aber ich freue mich schon sehr darauf, wenn es in unseren Hörsälen und auf dem Campus hoffentlich bald wieder lebhafter wird.“

Foto: TH OWL

 

Dienstag, 03. November 2020 11:31 Uhr

NRW (red). Auch der diesjährige Sommer war außergewöhnlich trocken. Durch Dürre und Borkenkäfer geschädigt, sind die Wälder in NRW sehr anfällig für Brände. Bei der Bekämpfung nutzen Feuerwehren seit wenigen Wochen eine digitale Waldbrandabwehrkarte von Wald und Holz NRW. Aktuelle Satellitendaten der ESA zur Vitalität der Nadelbäume unterstützen sie bei der Einschätzung der Gefahrenlage und Löschstrategie.

Braune Fichten prägen zurzeit das Landschaftsbild vieler Regionen Nordrhein-Westfales. Sie leiden wie kaum eine andere Baumart am anhaltenden Klimawandel. Hartwig Dolgner, Teamleiter Walderhaltung und Sicherung der Waldfunktionen: „Die letzten Jahre waren im Durchschnitt viel zu trocken. Dadurch steigt auch die Gefahr von Waldbränden. Eine wichtige Aufgabe unserer Forstleute und der Feuerwehr ist es deshalb, potenzielle Gefahrenquellen im Wald zu ermitteln und Brände zu verhindern. Der Vitalitätslayer ist ein hervorragendes Hilfsmittel zur Identifizierung von Waldbrandgefahrenquellen.“

Geodaten-Experten bei Wald und Holz NRW werten daher den Gesundheitszustand von Bäumen mithilfe von Sentinel-2- Satellitenbildern der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) aus. Die Waldbrandabwehrkarte enthält neben der aktuellen Waldbrandgefahr eine Kartenebene (Layer) mit Informationen zur Vitalität der Nadelwälder. Unter www.waldinfo.nrw.de stehen die Karten Privat- und Kommunalwaldbesitzenden sowie Waldinteressierten kostenlos zur Verfügung.

Die Satelliten erfassen zunächst die Chlorophyll-Produktion der Baumkronen. Später erstellen Experten daraus farblich gekennzeichnete Schadstufen. Gesunde Nadelwälder, deren Nadeln viel Chlorophyll herstellen, sind grün gefärbt. Vom Schädling befallene, vertrocknete oder umgeworfene Bäume sowie Kahlflächen sind in der Karte rot markiert. Je dunkler die Fläche, desto stärker ist der Wald durch Borkenkäfer, Dürre oder Stürme geschädigt. Wald und Holz NRW stellt den Vitalitätslayer dem Informationssystem Gefahrenabwehr des Innenmininsteriums (IG NRW) bereit. Dort steht er Feuerwehren und anderen Katastrophenschutzbehörden zur Verfügung. Das interne Portal enthält neben der Waldbrandabwehrkarte auch Karten mit Waldwegen und Wasserentnahmestellen.

Dr. Stefan Franz, Teamleiter Geodateneinsatz von Wald und Holz NRW: „Das kontinuierliche Monitoring der Nadelwälder via SatellitenFernerkundung für das gesamte Bundesland und das direkte Bereitstellen der ausgewerteten Geodaten an alle Feuerwehren und Waldbesitzende ist in dem Umfang bundesweit einzigartig.“ Im Brandfall bietet das Kartenmaterial Feuerwehrleuten eine hilfreiche Orientierung bei der Einschätzung der Lage. Auf geräumten Sturmflächen kann die Sonne zum Beispiel ungehindert auf den Waldboden scheinen und trockenes Gras, Nadeln und Äste in kurzer Zeit entzünden. Auch beschädigte, trockene Fichten sind extrem leicht und schnell entflammbar.

Zu wissen, ob ein Boden- oder Kronenfeuer zu erwarten ist, ist auch für die Sicherheit der Einsatzkräfte wichtig. Gekennzeichnete Flächen der Stürme von Kyrill und Friederike ergänzen das umfangreiche Kartenangebot. Mit Hilfe der Waldbrandgefahrenkarte können Feuerwehren und Katastrophenschutzbehörden in NRW die aktuelle Situation und das Wissen über vorgeschädigte Waldflächen in ihrer vorbereitenden Einsatzplanung berücksichtigen.

Wald und Holz NRW tauscht sich regelmäßig mit Vertretern der Feuerwehren aus dem Innenministerium aus, damit sowohl die Forstverwaltung als auch die Feuerwehr in NRW im Waldbrandfall gut vorbereitet ist.

Foto: Wald und Holz NRW, Thomas Nilius

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