Brakel (red). Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Brakel wird ab dem Jahr 2026 eine Anpassung der Frischwassergebühren notwendig.
Diese Entscheidung ist das Ergebnis sorgfältiger Analysen im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses 2024 des Wasserwerkes der Stadt Brakel. „Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses 2024 hat sich gezeigt, dass die derzeit erhobene Verbrauchsgebühr in Höhe von 1,90 €/m³ zukünftig nicht mehr ausreichend ist“, erklärt Kämmerer Dominik Schlenhardt. Hintergrund dieser Entwicklung seien die umfassenden Investitionen der vergangenen Jahre, allen voran der Bau des „Hochbehälters Galgenberg“.
Aber auch globale wirtschaftliche Veränderungen und steigende Kosten hätten Einfluss auf die Gebührenentwicklung des Wasserwerkes der Stadt Brakel genommen“, so der Kämmerer. „Seit dem Jahr 2020 konnte die Gebühr für Frischwasser konstant bei 1,90 €/m³ gehalten werden“, so Dominik Schlenhardt weiter. Das sei ein großer Erfolg, der auch durch umsichtiges Wirtschaften möglich war. Mit dem Beschluss zum Bau einer zentralen Enthärtungsanlage sei jedoch klar gewesen, dass spätestens mit deren Inbetriebnahme eine Anpassung nötig werde. Die neue Anlage werde voraussichtlich im Frühjahr 2026 in Betrieb genommen und den Bürgerinnen und Bürgern künftig weiches, enthärtetes Wasser bereitstellen, so der Kämmerer. Auf Empfehlung des Betriebsausschusses hat der Rat der Stadt Brakel nun entschieden, die Gebühren für einen Kalkulationszeitraum von zwei Jahren anzupassen: Für die Jahre 2026 und 2027 wird der Preis daher auf 2,97 €/m³ angehoben.
Für einen Musterhaushalt mit vier Personen und einem Jahresverbrauch von 180 m³ bedeutet das einen Anstieg der Kosten um rund 193 € jährlich. Diese Anpassung ist aber auch ein wertvoller Beitrag zur Sicherung moderner Infrastruktur und der dauerhaften Versorgung mit hochwertigem, enthärtetem Trinkwasser. Die Einführung der zentralen Enthärtungsanlage bringt den Bürgerinnen und Bürgern einen echten Mehrwert, denn weicheres Wasser schont Haushaltsgeräte, spart Energie und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz. So kann nicht nur aus heutiger Sicht, sondern auch für kommende Generationen eine hohe Lebensqualität in Brakel gesichert werden. Bürgermeister Alexander Kleinschmidt betont: „Durch die Anpassung schaffen wir die wirtschaftlichen Voraussetzungen, damit die Wasserversorgung in Brakel auch zukünftig zuverlässig, modern und nachhaltig bleibt. Diese notwendige Investition kann auch langfristig eine Versorgungssicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger schaffen.