Montag, 30. September 2019 10:24 Uhr

Tausende Huxori-Gäste trotzten dem windigen Regenwetter und feierten den 44. Huxori-Markt

Die kleinen Verkäuferinnen Pia und Hannah aus Höxter trotzten dem Schmuddelwetter mit wetterfester Ausstattung

Höxter (TKu). Mit Regenschirm über dem Kopf und aufgesetzter Kapuze sitzen Robert und Irina aus Schieder-Schwalenberg auf dem Marktplatz vor der mobilen Vinothek Kern und genießen ihr Glas Wein bzw. Wasser, während der Regen von oben nur so auf sie niederprasselt. Obwohl das Pärchen die HUXORI-Eröffnungsrede von Bürgermeister Alexander Fischer am Freitag verpasst hat, so hat es doch verinnerlicht, was der Bürgermeister mit seinen Worten „Es gibt kein schlechtes Huxori-Wetter sondern nur schlechte Huxori-Kleidung“, gemeint hat. Das Paar hat sich das Fest jedoch nicht durch das schlechte Wetter vermiesen lassen. Trotz windigem Schauerwetter kamen in diesem Jahr wieder tausende Menschen von Fern und Nah zum 44. Huxori-Markt nach Höxter. Viele Kinder hat das schlechte Wetter am Sonntag jedoch fern gehalten, die ansonsten in der Möllinger Straße ihren Verkaufsstand aufgeschlagen hätten. „So leer wie an diesem Sonntag war es hier noch nie“, meinte eine Mutter, die gemeinsam mit ihrer Tochter einen Verkaufsstand mit Spielzeug betrieben hat. Am Samstag wären die Plätze für den Kinderflohmarkt noch gefüllter gewesen, so die Mutter. Wer jedoch am verregneten Sonntag auf dem Kinderflohmarkt die Stellung gehalten hat, der musste seinen Stand wetterfest machen, so wie die zwölfjährige Pia und ihre neunjährige Schwester Hannah aus Höxter. Sie hatten das Spielzeug mit Folie abgedeckt und sind von Mama Verena mit jeweils einem Regenschirmen in den Händen ausgestattet worden, um dem miesen Wetter die Stirn zu bieten.

So schlecht wie an diesem Huxori-Wochenende war das Wetter auch schon lange nicht mehr. In den vergangenen zehn Jahren schien zumeist die Sonne, erinnert sich ein anderer Huxori-Gast. Dennoch gab es wieder viel zu erwerben oder aber zu schlemmen, denn der Huxori-Markt sei schließlich keine Kirmes, sondern ein Markt, wie der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Jürgen Knabe, bei der Eröffnung des Marktes am Freitag betonte. Der Caritas-Verband war mit dem Backen von Waffeln für den guten Zweck beschäftigt, während die Schützengilde Höxter wenige Meter Luftlinie weiter ihren neuen Jubiläumskalender 2020 veräußerte. Hier war sich der Schützenkönig Frank Wiesemann sogar selbst nicht zu schade, den Verkauf mit zwei weiteren Unterstützern in Uniform höchstpersönlich in die Hände zu nehmen. Ebenfalls für den guten Zweck hat der Zonta-Club Höxter einen Handtaschenverkauf im ehemaligen Schuhgeschäft Meyer in der Markstraße durchgeführt, während der Lions-Club Höxter-Weserbergland einen großen Kleiderbasar in der Westerbachstraße zugunsten karitativer und bedürftiger Einrichtungen organisiert hat. Gebrannte Mandeln gab es ebenso inflationär wie flüssiges Gold an unzähligen Bierständen, die sehr gut besucht waren. Huxori ist das Stadtfest schlechthin, an dem sich auch viele ehemalige Höxteranerinnen und Höxteraner einmal im Jahr zusammenfinden, um sich zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Egal ob die Blaskapelle Brenkhausen, die Partybands Dolce Vita, das Akustik-Duo „On The Rocks“, die Rock-Band „Four Roses“, Partyband „Comeback“, das „New Swing Orchestra“ oder die Party-Coverband „SUP-X“, sie alle haben für gute Musik und beste Stimmung an den Festabenden gesorgt. Den schwersten Job von allen Bands hatten jedoch die „2 Schweinfurter“ am Sonntagnachmittag. Sie versuchten, den Menschen eines Lächeln ins Gesicht zaubern, obwohl es von oben nur so „Bindfäden“ regnete. Sie punkteten bei ihrem Publikum mit volkstümlichen Partyliedern und bekannten deutschen Schlagersongs.

Überhaupt war an diesem Wochenende musikalisch für jeden etwas dabei, da viele Musikrichtungen auf den drei Innenstadtbühnen vertreten waren. Für die Sicherheit der Partygäste war das Deutsche Rote Kreuz in den Straßen unterwegs und auch die Feuerwehr stellte tagsüber eine Brandsicherheitswache an ihrer Feuerwache, um im Notfall schnell vor Ort zu sein. Sehr unschön waren die böswilligen Alarmierungen, die nicht mehr als dumme Jungenstreiche durchgehen dürften: Gleich dreimal haben Unbekannte in der Tiefgarage Uferstraße die Feuermelder böswillig und ohne Grund ausgelöst und die Einsatzkräfte in die Partymeile beordert, wie die Feuerwehr Höxter auf ihrer Internetseite berichtet. Das dies ein teurer Spaß ist und die Feuerwehr evtl. hätte woanders dringender gebraucht werden können, haben die unbekannten Täter wohlwollend in Kauf genommen. Am späten Sonntagnachmittag endete der 44. Höxteraner Huxori-Markt.

Fotos: Thomas Kube

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