Freitag, 14. Februar 2020 11:04 Uhr

Ein neues Zepter für „Brakel Radau“ - Die Geschichte von der Entstehung bis zur Fertigstellung

Steffen Rehermann,Frank Löneke, amtierender Prinz Strefan Kruse, Prinzessin 2019 Karin Held, Steffen Oeynhausen,Prinzenbegleiter Michael Held.

Brakel (red). Ein neues Zepter für Brakel Radau: Die Idee dazu entstand während der Nachbereitung der Karneval-Session 2019. Denn Thomas und Koch und Steffen Rehermann waren sich einig, dass das alte Zepter, welches vor 11 Jahren durch den damaligen Prinzen, Ralf Eilebrecht, gestiftet worden war, habe ausgedient.

Klar war von Anfang an, dass das neue Zepter etwas Besonderes seien sollte, ein Unikat, in Handarbeit angefertigt. Holz bot sich hier als Rohstoff an. Bei seinen Recherchen stieß Steffen auf die Kontaktdaten von Frank Löneke, welcher in Erkeln eine kleine Drechselwerkstatt betreibt.

Der Drechsler war von der Idee sofort begeistert und so kam es zu einem ersten Treffen an einem Freitagabend im Mai. Nach einem kurzen Ideenaustausch wurde auch direkt ein erstes Probeexemplar angefertigt.

„Den Grundstoff für das neue Zepter bildet ein Stück Eichenholz, welches früher mal ein Tischbein war und von der Form her einem Zepter, wie wir es uns vorstellten, schon ziemlich ähnlich sah“, berichtet Frank Löneke.

„Dies hat auch den Charme, dass bei einem Fehlversuch noch drei weitere Rohexemplare zur Verfügung stehen“, freut sich der geschickte Handwerker. In stundenlanger Arbeit wurde das gute Stück immer wieder verfeinert.

„Einmal hätte ich das Zepter fast im Ofen verfeuert“, erinnert sich Löneke auch an einige Momente, in denen er mit dem Ergebnis noch nicht so ganz zufrieden war.
Doch am Ende ist es ein wirklich schönes Zepter geworden.

„Wir haben den Griff noch mit kreisförmigen Rillen verziert, die zum einen die Optik etwas ansprechender machen sollen, zum anderem dem Stab aber auch mehr Griffigkeit geben, sodass der Prinz das Zepter auch mit Handschuhen immer fest im Griff hat.“

Steffen Rehermann war von dem Ergebnis begeistert. Nun sollte die Spitze des Zepters noch mit einer Krone verziert werden. Um dieses Vorhaben umzusetzen, wandte sich der Hofmarschall an Steffen Oeynhausen von der Ideentischlerei Oeynhausen. Auch dieser bot direkt seine Mitarbeit an.

„Mit einem Zeichenprogramm habe ich die Kontur der Krone angefertigt und danach mit einer CNC Holzfräse ausgefräst“, erklärte Steffen Oeynhausen. Mit einem starken Holzleim wurden nun die beiden Komponenten verbunden und mit einem Klarlack versiegelt.

„Uns hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht und wir sind sehr stolz auf das Endergebnis“, berichteten Steffen Oeynhausen und Frank Löneke bei einem gemeinsamen Pressetermin.
„Ich freue mich sehr, dass ich der erste Prinz bin, der das neue Zepter dem Brakeler Narrenvolk präsentieren darf“, erklärte Prinz Stefan III. freudestrahlend.

„Ich bedanke mich vor allem bei Hofmarschall Steffen Rehermann, der nicht nur die Herstellung von der Idee bis zur Umsetzung konsequent verfolgt, sondern das Zepter dem Karnevalsverein auch gespendet hat.“

Foto: Brakel Radau

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