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Donnerstag, 05. Juli 2018 17:44 Uhr

Neues Konzept für „Hotel am Kaiserbrunnen“ – Millionen sollen investiert werden – Bauausschuss spricht sich einstimmig für Umsetzung aus

Brakel (jg). Wie soll es mit dem „Hotel am Kaiserbrunnen“ in Brakel weitergehen? Antworten auf diese Frage präsentierte am Mittwoch der Besitzer des Gebäudes, Günther May von der AGX Immobilien & mehr GmbH, in einer Pressekonferenz.

Das seit dem 1. Juli 2014 leerstehende und prächtige Gebäude, das Jahrzehnte als Hotel genutzt wurde, soll gemäß dem von May vorgestellten Konzept als Beherbergungsunternehmen umgesetzt werden. „Künftig soll die Schaffung einer Residenz mit Pension ** und eines kleinen Hotels umgesetzt werden“, berichtete May.

May erklärte, dass die Vermittlung des Gebäudes zunächst über mehrere Makler gelaufen sei, sich dort auch Interessenten gemeldet hätten, allerdings beim näheren „Nachbohren“ die Gespräche ohne Ergebnisse verlaufen seien.

Mittlerweile habe er sich selber um die Veräußerung und ein entsprechendes Konzept gekümmert, verdeutlichte May am Mittwoch in Brakel. Aktuell gäbe es drei Interessenten, die reges Interesse am Kauf und der Investition interessiert sind und auch das Konzept, welches er sich vorstellt, mittragen und umsetzen möchten. „Das Hotel am Kaiserbrunnen in Brakel befindet sich auf einem großzügigen Areal, welches sich in einer ruhigen und grünen Lage befindet“, erzählte May und verweist auf die Grundfläche von 8.309 Quadratmeter. Das gesamte Anwesen besteht aus dem aktuellen Hoteltrakt und einem angebauten Wohn- und Personalhaus sowie einem freigestellten Gästehaus.

Allen Brakeler Bürgerinnen und Bürgern sei gesagt, dass das Areal zusammenbleibe und nicht aufgeteilt würde, so May. Eben dies sei ihm ein persönlich wichtiges Anliegen. Er fühle sich im Kreis Höxter und besonders in Brakel sehr wohl. Daher sei es ihm auch ein persönliches Anliegen, dass mit der neuen Konzeption und den möglichen Investoren ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Unternehmen geschaffen werde.

Was soll künftig geboten werden

Es sollen Pensionen mit Hotelcharakter geschaffen werden, die aber nicht den Service eines richtigen Hotels beinhalten. Das bedeutet, dass sogenannte „Aussteiger aus dem Berufsleben“, die gewillt sind, ins Ländliche zu ziehen, dort aber unbeschwert und ohne jegliche Verpflichtungen sich um Garten und Haus kümmern zu müssen, angesprochen werden sollen.

Zahlreiche Anfragen würden die Immobilienexperten aus den Großstädten Deutschlands erhalten, in denen Menschen die ländliche Idylle suchen, um ihren Lebensabend dort zu verbringen.

„Mit dem weitreichenden Radwegenetz im Kreis Höxter, den unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten, der heilklimatischen Luft des staatlich anerkannten Luftkurortes bietet Brakel den Großstädtern eine sehr gute Möglichkeit, den Lebensabend unbeschwert zu genießen“, so May.

Darüber hinaus soll das derzeitige Gästehaus als Beherbergungsbetrieb installiert werden. Als Voll-Hotel soll dies dem Standard und der Funktion eines Drei-Sterne-DEHOGA-Hotels entsprechen - mit Barrierefreiheit in der untersten Etage.

Zudem soll ein Á-la-carte-Restaurant geschaffen werden sowie diverse Feinheiten. Als Investitionssumme veranschlagt Günther May an der untersten Grenze sechs Millionen Euro. Er verspreche aber, dass die Auswahl der Investoren, sich auf einen fachlichen Personenkreis beziehen werde. Einige Investoren kommen vom Fach und tragen die Konzeption mit und können sich vorstellen, dort Angebote mit einfließen zu lassen wie Wellness oder eine Privatarztpraxis für die Bewohner und Gäste. Bürgermeister Hermann Temme zeigte sich sehr erfreut über die Ereignisse und die positiven Mitteilungen Mays. Er hatte dem Bauausschuss vorschlagen, dieses Vorhaben mitzutragen. Denn das Konzept kann und werde für Brakel eine weitere Bereicherung darstellen, so der Verwaltungschef.

Und eben dieser Empfehlung folgte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Einstimmig haben sich die Mitglieder für die Änderung des Flächennutzungsplans ausgesprochen, sodass May seine Pläne umsetzen könnte. Zuvor hatte May erklärt, dass mit der Änderung des Flächennutzungsplans die Basis geschaffen würde, dass die künftige Unternehmung vor Ort Bau- und Umbaumaßnahmen vollziehen können, sobald die Verträge und der Kauf unter Dach und Fach seien.

Foto: Jörn George

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