Samstag, 09. November 2019 09:03 Uhr

Ausgezeichnete Qualität bei Gelenkersatz: Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung am St. Vincenz Hospital Brakel erneut zertifiziert

Prof. Rolf Haaker und Dr. Dragan Jeremic beim Einsatz eines neuen Kniegelenks: Die Klinik fu00fcr Orthopu00e4die am St. Vincenz Hospital Brakel ist erneut als Endoprothetikzentrum zertifiziert worden, Mediziner aus dem In- und Ausland kommen, um sich u00fcber neue und schonende Verfahren zu informieren.

Brakel (red). Das Endoprothetikzentrum am St. Vincenz Hospital Brakel gehört zu den ersten zertifizierten Zentren dieser Art in Deutschland. Jetzt wurde das Zertifikat bereits zum vierten Mal in Folge von der medizinischen Fachgesellschaft "EndoCert" verlängert. Kriterien für die Auszeichnung sind unter anderem die Qualifikation des Personals, die technische Ausstattung sowie die Zahl der Eingriffe.

Am Brakeler Endoprothetikzentrum werden derzeit gut 950 Gelenkersatzoperationen jährlich durchgeführt. "Es ist erwiesen, dass die Qualität bei mehr als 500 Gelenkersatzoperationen deutlich steigt", sagt Chefarzt Prof. Rolf Haaker, der stolz auf die erneute Re-Zertifizierung ist. Dr. Jochen Bauer vom Qualitätsmanagement bestätigt: "Es gibt kaum Abweichungen von den Vorgaben, sondern lediglich Verbesserungshinweise der Auditoren. Das spricht für den hohen Qualitätsstandard und die sorgfältige Vorbereitung." Überprüft wurde auch die Ergebnisqualität, anhand von Komplikationsraten und stichprobenartigen Patientenfällen.

Die Patientenzufriedenheit steigern konnte die Klinik in jüngster Zeit vor allem im Bereich der Knieendoprothetik. In der kürzlich veröffentlichten Studie der AOK konnte das St. Vincenz Hospital mit 264 Eingriffen im Jahr 2018 hier sogar die meiste Erfahrung in Ostwestfalen-Lippe vorweisen und steht damit im Vergleich mit anderen Fachkliniken auf Platz 1.  

Das neue Verfahren der kinematischen Anpassung der Kniegelenke an den individuellen Bewegungsapparat der Patienten lockt unter anderem auch Medizinerkollegen aus dem In- und Ausland an das St. Vincenz Hospital, wie Prof. Haaker erklärt: "Wir hatten insgesamt bereits 28 Hospitationsgäste hier bei uns, aus ganz Europa und sogar aus Übersee. Es kamen beispielsweise Chef- und Oberärzte aus Österreich, Italien und Südafrika, Brasilien und Argentinien, die sich neben den Knie-OPs auch für den minimal-invasiven direkt vorderen Zugang zur Implantation einer Hüftgelenksprothese interessieren."

Die Anzahl der Hospitationen belegt für Prof. Rolf Haaker das internationale Renommee und die hohe Expertise seines Teams. Er plant gemeinsam mit seinen Oberärzten und Spezialisten Dr. Motjaba Sakhaii, Hartmut Weniger, Dr. Dragan Jeremic sowie Adham Moussa, die orthopädische Abteilung am St. Vincenz Hospital Brakel verstärkt als Referenzzentrum für Hüft- und Knieendoprothetik zu etablieren, damit auch Patienten anderer Kliniken von den neuen und schonenden Verfahren profitieren. 

Foto: KHWE

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